Begriffserklärung - Sachverständigenbüro Berndt

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Begriffserklärung

 

Altschaden

Befinden sich an dem Unfallbeschädigten Fahrzeug Schäden, die bereits vor Eintritt des Schadenereignisses vorhanden waren, spricht man von einem Vorschaden.

Ausfallzeit

Im Unfallgutachten wird die Ausfallzeit Ihres Fahrzeuges ermittelt. Dadurch werden Ersatzansprüche für Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung besser belegt. Die Höhe der Ersatzansprüche richtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp, der beschädigt wurde.

Bagatellschaden

Als Bagatellschaden wird ein Unfallschaden eingestuft, der Reparaturkosten von ca. 750.- € nicht übersteigt.

Bei Bagatellschäden reicht meistens auch ein Kostenvoranschlag aus. Liegt der Schaden, auch für einen Laien deutlich sichtbar darunter, kann auf die Einschaltung eines Unfallsachverständigen verzichtet werden, da in diesen Fällen meist die Versicherung des Unfallgegners den Sachverständigen nicht zahlt. Allerdings sollten Sie sich auch nicht komplett auf den Kostenvoranschlag Ihrer Fachwerkstatt verlassen, denn bei späteren Streitigkeiten, hat dieser Kostenvoranschlag keine beweissichernde Funktion.
Nur ein Unfallsachverständiger erkennt, ob es sich tatsächlich um einen geringen Schaden handelt.

Beweissicherung

Die Beweissicherung durch einen Unfallsachverständigen hilft Ihnen später bei entstehenden Streitigkeiten über den Unfallhergang und die Reparaturdurchführung. Außerdem erhalten Sie durch ein Unfallgutachten die Garantie, dass die Schäden und Kosten für die Reparatur, wie diese im Gutachten angegeben sind, komplett behoben und bezahlt werden.

Fiktive Abrechnung

Als fiktive Abrechnung wird die Abrechnung auf Gutachtenbasis bezeichnet.
Es steht Ihnen frei, ob Sie die fiktive Abrechnung bevorzugen. Dabei werden dem Unfallgeschädigten, die Kosten auf der Basis des Unfallgutachtens ausgezahlt. Doch Vorsicht: Hier werden nur die Netto-Reparaturkosten erstattet. Die Durchführung der Reparatur kann in einer Werkstatt Ihres Vertrauens durchgeführt werden, soweit in Ihrem Versicherungsvertrag keine Werkstattbindung vorgegeben ist.

Nutzungsausfallentschädigung

Die Nutzungsausfallentschädigung oder auch Nutzungsentgang genannt, wird durch den Sachverständigen im Schadensgutachten ermittelt.
Die Höhe dieser Entschädigung richtet sich nach dem Fahrzeugtyp der beschädigt wurde.

Opfergrenze oder 130% Grenze

Eine Ausnahme der Abrechnung bei einem Totalschaden besteht dann, wenn der Fahrzeugeigentümer auf die Weiternutzung des Fahrzeuges besteht, sei es durch sonderumbauten o. Ä. Hier ist die Regulierung des Schadens bis zu der Höhe von 130% des Wiederbeschaffungswertes möglich. Man spricht dann von der Opfergrenze.Allerdings ist es hier nötig, dass das Fahrzeug mindestens 6 Monate weitergenutzt und somit das Integritätsinteresse zum Ausdruck gebracht wird. (BGH Rechtsprechung)
Rechtsanwaltskosten
Zur Durchsetzung der Rechte des Unfallgeschädigten im Haftpflichtschadensfall,
kann ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Diese Kosten hat die Versicherung des Unfallverursachers zu übernehmen. Ebenso muss dessen Versicherung sämtliche, aus dem Unfall resultierende Kosten übernehmen, hierzu zählen die Reparaturkosten, Mietwagenkosten, Kosten für den Nutzungsausfall, Wertminderungskosten, Sachverständigenkosten, die eben erwähnten Rechtsanwaltskosten, die Heil- und Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfallgeld.
Diese Kosten kann Ihnen ein Unfallsachverständiger bereits in Ihrem Schadengutachten bescheinigen.

Restwert

Der Restwert eines Fahrzeuges wir in der Regel über Restwertbörsen ermittelt.
In solchen Restwertbörsen sind Fahrzeughändler gelistet, welche unfallbeschädigte Fahrzeuge kaufen. Der Sachverständige teilt der Börse den Fahrzeugzustand und die Beschädigungen mit. Anhand dieser Beschreibung bieten die Fahrzeughändler auf das Fahrzeug. Das höchste Angebot wird dann als Restwert in das Schadengutachten übernommen.
Achtung: Die Händler sind i.d.R. 14 Tage an Ihr Gebot gebunden und müssen das beschädigte Fahrzeug kostenfrei abholen.

Vorschaden

Von einem Vorschaden spricht man, wenn das Fahrzeug bereits einen Unfallschaden hatte, der aber repariert wurde. Hier ist es für den Wiederbeschaffungswert erheblich, ob dieser Schaden Sach- und Fachgerecht  oder nur Laienhaft instandgesetzt wurde.

Werkstattbindung

Bei einigen Versicherungsverträgen ist eine Werkstattbindung eingeschlossen.

Bei solchen Verträgen ist der Versicherungsnehmer an die Weisung der Versicherung gebunden. Die Versicherung schreibt vor in welcher Werkstatt das Fahrzeug repariert werden darf.

Wertminderung

Eine Wertminderung gibt den Wert an, um den ein Fahrzeug mit reparierten Unfallschaden, am Markt gegenüber einem Fahrzeug ohne Unfallschaden gehandelt wird. Eine Wertminderung wird i. d. R. für Fahrzeuge bis zu einem Alter von 4 Jahren gewährt. Hierbei ist aber die Höhe des Unfallschadens und die Art der Reparatur Ausschlag gebend.

Wertverbesserung

Eine Wertverbesserung des unfallbeschädigten Fahrzeuges tritt ein, wenn z.B. Reifen die bereits in Gebrauch waren, erneuert werden. Eine Wertverbesserung tritt aber auch ein, wenn durch die Schadenbehebung evtl. Gebrauchsspuren mit beseitigt werden. Diese Wertverbesserung wird im Schadengutachten dann als Abzug von der Schadensumme angegeben.

Wiederbeschaffungswert

Der Wiederbeschaffungswert eines Fahrzeuges ist der durchschnittliche Händlerverkaufspreis des verunfallten Fahrzeuges.
Zur Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes werden Preise von vergleichbaren Fahrzeugen eingeholt und der Durchschnittswert ermittelt.  

Wirtschaftlicher Totalschaden

Liegen die Reparaturkosten über den Wiederbeschaffungswert, spricht man von einem wirtschaftlichen Totalschaden. In diesem Fall wäre eine Reparatur des Fahrzeuges zwar möglich, aber aus wirtschaftlicher Sicht unrentabel.
Die Versicherung des Unfallgegners wird in diesem Fall den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes regulieren.

 
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